Trainingslager Burghausen

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Zum Leidwesen der wohl meisten Schüler begann mit dem September die letzte Woche der diesjährigen Sommerferien. Für die Wettkampfschwimmer unseres Vereins heißt dies jedoch auch immer, dass das Trainingslager ansteht. Es ist schon lange Tradition, in dieser Woche die Müdigkeit aus den Knochen zu vertreiben und alle Muskeln wieder in Schwung zu bringen. Schon um 8.30 Uhr sollte der Bus vom Vereinsheim in Forchheim nach Burghausen losfahren – wobei für ein Foto, das schon ein paar Tage später auf T-Shirts für alle zu sehen war, den Start kurz verzögerte.

Begleitet wurden die 26 Kinder und Jugendlichen von 10 bis 17 Jahren von den Trainern Frau Haselbach und Susanne, sowie Betreuer und Teilzeit-Trainer Daniel. Am zweiten Tag stieß mit Bettina eine weitere Person ein, die die wilde Meute zähmen konnte.

Ohne Schwierigkeiten traf die Gruppe dann am Nachmittag in Burghausen ein, das direkt an der österreichischen Grenze in Bayern die längste Burg der Welt beherbergt. Diese wurde auch sofort besichtigt, gefolgt von einem Fußmarsch nach Österreich (also über eine Brücke über die Salzach). Nach dem Abendessen blieb noch ein wenig Zeit, um die vielen talentierten Klavierspieler anzuhören, schließlich finden sich in unserem Verein auch viele Begabungen, die nichts mit Wasser zu tun haben.

Um 8.24 Uhr traf morgens (manchmal sogar pünktlich) der Bus ein, der die 30 Leute von der Jugendherberge zum Hauptbahnhof brachte, von wo aus ein zehnminütiger Fußmarsch folgte, um zum Schwimmbad zu gelangen. Respekt an die Personen, die es gegen Ende der Woche tatsächlich vollbrachten, diese Strecke zu joggen – und trotzdem noch im Wasser zu trainieren. Zwei Stunden Training auf der 50m-Bahn, und das zweimal am Tag – bei den dortigen Wassertemperaturen nicht immer einfach. Nicht selten hing jemand mit blauen Lippen am Rand, doch blieb irgendwie doch genug Kraft übrig, auf die Zähne zu beißen und weiterzumachen.

Die Abende waren stets abwechslungsreich – eine Nachtwanderung oder ein Lagerfeuer, doch auch die altbekannten Spiele waren dabei. Mit Daniel und Bettina fand ein neues Spiel seinen Weg in den Kreis der Schwimmer – das Mörderspiel. Bald traute man sich nicht mehr alleine auf den Gang, und das Rätseln war groß, wer denn nun dieses Mordinstrument hatte und ständig Leute ‚umbrachte‘. Da das Wetter auch in Burghausen immer schöner wurde, konnte sogar das Freibad einmal nach dem Training besucht werden.

Viel zu schnell kam der letzte Tag, an dem alle mit ihren gesamten Schwimmsachen, die sonst im Schwimmbad geblieben waren, vom Schwimmbad nach Hause zur Jugendherberge liefen. Nach 2 Trainingseinheiten und vielen Unterwasser-Gruppenfoto-Versuchen, von denen hoffentlich einige gelungen sind, ein harter Weg für viele. Doch dafür ist das Trainingslager ja da – alles zu geben, und dann noch ein bisschen mehr.

Das Essen werden vielleicht die wenigsten vermissen, doch war die Woche trotz allen kleinen unangenehmen Wendungen ein großer Spaß und hoffentlich auch trainingsmäßig ein Erfolg. 🙂

 

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